Was bringt uns die iPhone 3.0 Software?
18. März 2009 at 12:26 | In Apple, Beta, Handy, Update, iPhone, iPod Touch | Leave a Comment
Einige der Gerüchte um das nächste iPhone und dessen Betriebssystem mit der Versionsnummer 3.0 haben vorerst ein Ende.
Gestern gab Apple bei einer Pressekonferenz in Cuppertino, Kalifornien bekannt welche Funktionen die neue iPhone/iTouch Software haben wird. Neben dem lange erwarteten Kopieren/Einfügen wartet die Software mit ein paar weiteren Gimmicks auf. Hier eine (wahrscheinlich unvollständige) Liste:
Neues SDK
Apple bietet passend zum neuen System ein neues Software Development Kit an. Es wird voraussichtlich kostenlos sein und ermöglicht Programmierern die neuen Funktionen des Software auszureizen. Dazu gehören so illustre Dinge wie
- Vibration von Apps aus
- Die Möglichkeit in Apps selbst Geld auszugeben (z.B. für Levels von Spielen)
- VoIP in Apps, zur Kommunikation über das Internet und WLAN
- Native Audioaufnahme (vorher waren Umwege nötig, um dies zu realisieren)
- Nutzen der eigenen Musik in Apps
Eine Beta soll schon vorher erscheinen.
Kopieren und Einfügen
Wie bereits erwähnt beherrscht die neue Software Copy und Paste, oder hierzulande kopieren und einfügen. Auswählen und kopieren kann man Text, aber auch Bilder. Somit erhält der Nutzer nicht nur die Möglichkeit endlich Text von einer Anwendung in die nächste zu kopieren, sondern auch Emails mit mehr als einem Bild zu verschicken.
Push-Notification
Dadurch werden endlich Programme von Drittherstellern in der Lage sein im geschlossenen Zustand Meldungen anzuzeigen. Somit kann zum Beispiel ein Instant Messaging App anzeigen, dass man eine neue Nachricht hat, obwohl das Programm nicht geöffnet ist und man sich noch im Home-Screen befindet.
Spotlight
Zu viele Programme installiert? Dauert die Suche nach einem App eine Ewigkeit? Spotlight versucht diesem Manko beizukommen und bietet eine Suchfunktion, nach Programmen, aber auch Daten in Programmen selbst, wie z.B. Kontakten, Musik etc. Einzige Voraussetzung: Die Programme müssen so programmiert sein, dass sie Spotlight die Suche erlauben.
Modem
Dies betrifft offensichtlich nur iPhones und keine iTouches. Es wird möglich sein das iPhone als Modem vom Computer aus zu nutzen. Wie dies die Vertragspartner von Apple, wie T-Online in Deutschland, aufnehmen, bleibt noch abzuwarten.
Breitere Tasten für mehr Programme
Hält man ein iPhone oder iPod Touch waagerecht während man tippt, so bekommt man ein breiteres Keyboard auf dem Bildschirm zu sehen. Im Moment aber leider nur für Safari und Apps von Drittanbietern, die dies speziell implementiert haben. Das will Apple ändern und die breite Tastatur auch den anderen eigenen Apps wie Email, Notizen und SMS zur Verfügung stellen.
MMS
Wieder nur iPhone-spezifisch. Man kann dann MMS verschicken.
Verbesserte Synchronisation
Neben der Möglichkeit Notizen mit iTunes zu synchronieren, wird der Kalender in der Lage sein Daten mit mehr als nur Outlook und iCal abzugleichen.
Schütteln für Random
Wer seine Lieder in zufälliger Reihenfolge hören möchte, kann, wie beim aktuellen Nano, einfach das Gerät schütteln um die Lieder zu mischen.
Voice Memos
Durch das integrierte Mikrofon (und wahrscheinlich ein Kopfhörer-Mic des iTouch) kann man dann Erinnerungen und Memos direkt auf das Gerät sprechen
Außerdem
Eine bessere Aktien-App, Betreff in SMS, Stereo-Bluetooth Audio, automatische Logins und Anti-Phishing- und Kinderfilter in Safari, direkter Austausch zwischen iTouchs und iPhones, Integration von Karten (Maps) in andere Apps; neue Funktionen im AppStore wie Abonnements und den Kauf von zusätzlichem Inhalt für schon installierte Apps und wahrscheinlich vieles, vieles mehr.
Abschließend
Das Update wird für alle iPhones und iTouches verfügbar sein. Wer einen iPod Touch besitzt, muss aber für das Update voraussichtlich $9.95 hinlegen. Wie der Preis in hiesigen Euro lauten wird ist noch nicht bekannt. Das Update wird irgendwann im Sommer 2009 verfügbar sein.
Windows 7 Beta – Erste Erfahrungen
21. Januar 2009 at 7:48 | In Beta, Windows, Windows 7 | Leave a CommentFolgend meine ersten Erfahrung mit der Installation der Beta des kommenden Microsoft Windows 7. Bei allen Installationen handelt es sich um das Build 7000, d.h. Beta 1 auf deutscher Sprache in 32 Bit.
Windows 7 – Virtuell
Das System:
Microsoft Virtual PC 2007 auf Windows XP mit SP3
AMD Athlon 64 X2 4200+ Dual Core (2,2 GHz)
1 GB RAM
20 GB virtuelle Festplatte
Erfahrung:
Zuerst habe ich das neue Betriebssystem in einer virtuellen Umgebung getestet. Virtual PC 2007 erhält man als kostenlosen Download direkt von Microsoft.
Nach der Installation des Programms folgte die Erstellung einer virtuellen Maschine mit 20 GB Festplattenspeicher und 1024 MB RAM.
Danach folgte die Installation von Windows 7 Beta 1.
Die Installation läuft problemlos durch, nach ca. 30 Minuten ist das System installiert. Es läuft ohne Probleme, alle virtuellen Geräte wurden gefunden und nach der Installation der zusätzlich in Virtual PC 2007 integrierten Tools, läuft das System stabil und recht schnell. Hardwarebeschleunigung der Grafik funktioniert in einer virtuellen Umgebung (zumindest unter Virtual PC 2007) nicht, da die Grafikkarte nicht an die virtuelle Maschine weitergereicht wird.
Aufwendige Spiele und Beschleunigung von Programmen die von der Grafikkarte profitieren, wie z.B. das aktuelle Photoshop, funktionieren somit noch eine ganze Ecke langsamer. Also auf zum realitätsnäheren Test:
Windows 7 – auf einem Dual Core Desktop PC
Das System:
AMD Athlon 64 X2 4200+ Dual Core (2,2 GHz)
2 GB RAM
1×160 GB Festplatte (S-ATA)
1×200 GB Festplatte (IDE)
Erfahrung:
Nach der Partitionierung der Festplatte steht Windows 7 eine freie Partition mit 65 GB auf der primären Festplatte zur Verfügung. Der PC wird neu gestartet und die DVD mit Windows 7 geladen. Auch hier läuft die Installation problemlos durch: nach einer halben Stunde, der Eingabe des Beta-Schlüssels und der problemlosen Einrichtung eines Heimnetzwerks und eines automatischen Updates, steht mir das neue System zur vollen Verfügung. Grafik, Mainboard, CPU und die ganze restliche Hardware wurde problemlos von Windows erkannt. Aero, die geschönte Oberfläche seit Vista, funktioniert hier ohne Probleme. Nach der angeratenen Installation eines Virenscanners, der Aktivierung der Anti-Spyware Software von Microsoft namens Windows Defender, steht ein vollständig konfiguriertes System zur Verfügung. Treiberinstallationen waren auf diesem System nicht notwendig.
Bei einem Neustart stehen mir nun Windows 7 und (unter frühere Windows Versionen) Windows XP zur Auswahl im automatisch eingerichteten Bootloader.
Das war fast schon zu einfach, also weiter zum Problemkind:
Windows 7 – auf einem betagten Laptop
Das System:
Fujitsu-Siemens Lifebook C1110
Intel Pentium M 1,6 GHz (Single Core)
512 MB RAM
40 GB Festplatte
Erfahrung:
Nun, um es vorneweg zu nehmen: Das Notebook hat einen Grafikchip, der seit Windows Vista nicht mehr von Intel unterstützt wird: den Intel 852GM. Das heißt, dass es Treiber in diesem Fall nicht geben wird.
Wie bei der virtuellen Maschine auch, wird somit der Desktop nicht vom Grafikchip, sondern vom Prozessor berechnet. Aero fällt hier also auch flach.
Auch ist es generell schwierig aktuelle Notebooktreiber für ältere Geräte zu finden. Treiber für ein nicht erschienenes System sind eine wahre Seltenheit. Im Fall des C1110D gibt es nicht einmal mehr für Vista Treiber.
Trotz all dieser Aspekte, läuft die Installation von Windows durch. Sie dauert länger, als auf dem Desktop PC und der virtuellen Maschine, was ich den mageren 512 MB Speicher und der langsameren Festplatte zuschreibe. Die Festplatte ist hier hörbar dauerbeschäftigt, das wird sich auch im späteren Betrieb nicht ändern. Die minimale Speicherausstattung gibt Microsoft nicht umsonst mit 1024 MB an.
Wie erwähnt fehlen mehrere Treiber nach der erfolgreichen Installation. Der WLan-USB-Stick hat Vista-Treiber auf der Herstellerinternetseite, damit kann der Lutec 54 WLan-Stick in Betrieb genommen werden (die Treiber wurden auf dem Desktop-PC heruntergeladen und mittels USB-Stick auf den Laptop kopiert).
Im Gerätemanager wird der Grafikchip als Standard-VGA erkannt, oder besser nicht erkannt. Das war zu erwarten, und da Intel auch nicht plant einen Treiber für den eigenen Chip für aktuelle System zu entwickeln, wird dies wohl auch so bleiben.
Das Touchpad wird als Maus erkannt, somit stehen erweiterte Funtionen, wie z.B. Scrollen, nicht zur Verfügung. Zum Glück gibt es von Alps einen Vista Treiber, welcher nach dem Einschalten des Vista-Kompatibilitätsmodus, auch installiert werden kann und tatsächlich funktioniert.
Das System steht somit. Im Gerätemanager leuchten mich allerdings noch zwei Fragezeichen an: der besagte Grafikcontroller und eine unbekannte Fujitsu-Siemens Komponente. Da das Laptop eine Reihe Zusatzknöpfe oberhalb der Tastatur hat, diese nicht funktionieren und auch kein Treiber hierfür vorhanden ist, werde ich auf deren Funktion wohl verzichten und mit dem Fragezeichen im Gerätemanager leben müssen.
Ich werde deren Funktion aber nicht wirklich missen.
Somit kommt mein Erfahrungsbericht zu einem vorläufigen Ende, weitere Berichte zum Betrieb selbst werden folgen.
Einen schönen Tag noch.
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